Tarifabschluss: Durchbruch bei Entgeltumwandlung

Die Entgeltumwandlung ist zukünftig auch für Beschäftigte des Bundes möglich. Ein gemeinsamer Tarifvertrag mit der TdL sieht die VBL als Durchführungsträger vor.

Berlin, 11. 08. Der neue Tarifvertrag sieht vor, dass Beschäftigte des Bundes in Zukunft bis zu 4% der jeweiligen Beitragsbemessungsgrenze (West) im Sinne der privaten Vorsorge aufwenden können.

In Zahlen ausgedrückt: Maximal 66.000 Eur. pro Jahr zzgl. 1800 Eur., minimal 30.660 Eur. pro Jahr (West) bzw. 26.880 Eur. pro Jahr können als dritte Säule der privaten Vorsorge angelegt werden.

Die schriftliche Entgeltumwandlungsvereinbarung wird zwischen Beschäftigtem und Arbeitgeber beschlossen und umfasst eine Mindestlaufzeit von einem Jahr. Die Beiträge sind weder Steuer- noch Sozialversicherungspflichtig und vom Bruttoentgeld abzuziehen.

Alleinger Durchführungsträger der Entgeldumwandlung ist die VBL als Versicherungsanstalt des Bundes und der Länder, die bereits jetzt die betriebliche Altersversorgung der Beschäftigten im öffentlichen Dienst durchführt.

Der tariflichen Enigung sind schwierige Verhandlungen vorausgegangen: Vor gut vier Jahren hatte sich das Bundesinnenministerium zwar bereit erklärt, einem Tarifvertrag zur Entgeltumwandlung zuzustimmen. Hintergrund der Forderung anch einem entsprechenden Tarifvertrag wraren die Anspruchskürzungen der gesetzlichen Rentenversicherung im Jahr 2001 und – als Begegnung hierauf – die steuerlich geförderte Entgeldumwandlung zur privaten Altersvorsorge.

Die konkrete Umsetzung dieser Altersvorsorge wurde durch den Bund jedoch immer wieder verzögert, zudem erschwerte die Wahl des Durchführungsträgers eine abschließende Tarifeinigung.

Der nun abgeschlossene Tarifvertrag gilt für alle Tarifbeschäftigten sowie fürAuszubildende des Bundes. Der Vertrag tritt rückwirkend zum 1. August 2011 in Kraft.  Details zum Vertrag findest Du im Bereich “Tarif”.  Tarifvertrag Entgeldumwandlung.

Tarifvertrag Entgeltumwandlung


Themenbereich: Archiv | Drucken