Anschlag auf Berliner Weihnachtsmarkt: erneut LKW als Waffe missbraucht

Der LKW als Transportmittel für Kriminalität oder - wie gerade in Nizza - als Waffe im Terrorismus: nicht mehr nur abstrakte Bedrohung, sondern Realität! Foto: Christian Rumpf / pixelio.de

Der LKW als Transportmittel für Kriminalität oder – wie gerade in Berlin – als Waffe: nicht mehr nur abstrakte Bedrohung, sondern nunmehr auch in Deutschland traurige Realität!
Foto: Christian Rumpf / pixelio.de

Die Gewerkschaft der Polizei – Güterverkehrspolizei des Bundes (GdP-GVP) ist entsetzt über den Anschlag in Berlin und gedenkt der vielen Toten. Unser tiefes Mitgefühl gilt darüber hinaus allen Verletzten und Angehörigen.

Auch wenn die deutschen Sicherheitsbehörden alles Erdenkliche tun, um solche Anschläge bereits im Vorfeld zu verhindern, bleiben die Gefahren weiter bestehen.

Wenn nach Nizza nun auch in Berlin erneut ein LKW als Waffe zum Einsatz kam, wird der Zusammenhang zwischen abstrakter Bedrohung und den täglichen LKW-Kontrollen des Bundesamtes für Güterverkehr (BAG) besonders deutlich.

„Die Kolleginnen und Kollegen der BAG-Kontrolldienste kontrollieren täglich – ohne Schutzmaßnahmen – Fahrzeuge wie das, dass beim Anschlag in Berlin zum Einsatz gekommen ist.“ führt Mario Märgner, Vorsitzender der GdP im BAG, aus. Weiter erklärte Märgner „…dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist, darüber nachzudenken, wie die wirkliche Bedrohungssituation für die Kontrolldienste des BAG auf den deutschen Bundesfernstraßen aussieht und welche Sicherheitsmaßnahmen nun endlich zum Schutz der Kolleginnen und Kollegen ergriffen werden“.

Es ist dabei wichtig zu wissen, ob im räumlichen Umfeld der BAG-Kontrollen strafrechtliche Ermittlungen oder polizeiliche Fahndungen stattfinden.

Das Ereignis in Berlin lässt erneut bei den Kolleginnen und Kollegen der BAG-Kontrolldienste nicht nur ein ungutes Gefühl, sondern auch längst bekannte und immer noch, vom BMVI und dem BAG, unbeantwortete Fragen zu ihrer Sicherheit im Dienst aufkommen.

„Es ist deutlich an der Zeit, die berechtigten Fragen der Kolleginnen und Kollegen der Kontrolldienste ernst zu nehmen, zu beantworten und sachgerechte Lösungen anzubieten, bevor den Kontrolleurinnen und Kontrolleuren etwas passiert.“ so Märgner abschließend.

Die GdP-Güterverkehrspolizei hat bereits ein Konzept zur Einführung einer Eigensicherung in den BAG-Kontrolldiensten entwickelt und steht dafür zu einem vertrauensvollen und konstruktiven Austausch auf gewerkschaftlicher sowie personalrätlicher Ebene jederzeit zur Verfügung.


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