Unsere Forderung für die Tarifverhandlungen 2018

(v.l.): GdP-Bundesvorsitzender Oliver Malchow, Marlis Tepe, Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), ver.di-Bundesvorsitzender Frank Bsirske und Ulrich Silberbach, Vorsitzender des Deutschen Beamtenbundes (dbb). Foto: Holecek

GdP-Chef Malchow: Nur attraktiver öffentlicher Dienst kann im Wettbewerb um beste Köpfe bestehen

Mit den in wenigen Wochen beginnenden Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst im Bereich des Bundes und der Kommunen bietet sich nach Auffassung der Gewerkschaft der Polizei (GdP) für die Bundesregierung eine erste Gelegenheit, den ausgehandelten Koalitionsvertrag mit Leben zu füllen.

„Mit unserer Forderung nach einer Einkommensverbesserung von 6,0 Prozent – mindestens 200 Euro – verhelfen wir der Koalition zu einem – (ich zitiere) – modernen öffentlichen Dienst, der mit bestens ausgebildeten und hochmotivierten Beschäftigten seine Aufgabe gut, zuverlässig und effizient erledigt, wie es im Koalitionsvertrag wörtlich heißt.“

Dieser öffentliche Dienst, da stimmen wir mit den Koalitionspartnern völlig überein, muss unter Beibehaltung seiner Qualifikationsanforderungen attraktiv sein, damit der Staat im Wettbewerb um die besten Köpfe bestehen kann“, betonte der GdP-Bundesvorsitzende Oliver Malchow am Donnerstag in Berlin bei der Auftakt-Pressekonferenz der Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes für die Tarifrunde 2018.

Aber nicht nur im Hinblick auf die schwierige Nachwuchsgewinnung auf einem angespannten Arbeitsmarkt sei eine spürbare Einkommensverbesserung notwendig, so der GdP-Chef.

Malchow: „Unsere Kolleginnen und Kollegen haben diese einfach verdient. Der gesamte öffentliche Dienst hat auch in der jüngsten Vergangenheit Belastungen gemeistert, die nicht nur mit Worten entlohnt werden dürfen.“

Die Gewerkschaft der Polizei begrüßt, dass die neue Koalition Tarifabschlüsse (TVöD) grundsätzlich gleich auf die Beamtenbesoldung übertragen will.

Malchow: „Wir freuen uns, dass wir diese eigentliche Selbstverständlichkeit künftig nicht mehr bei jeder Tarifauseinandersetzung neu aushandeln müssen. Daher wird die bevorstehende Tarifrunde nicht nur von rund 2,2 Millionen Tarifbeschäftigten bei Bund, Städten, Gemeinden und kommunalen Unternehmen, sondern auch von rund 350.000 Beamtinnen und Beamten und 180.000 Versorgungsempfängerinnen und ‐empfängern des Bundes mit Spannung erwartet.“

Kerstin Philipp, zuständiges Vorstandsmitglied für Tarifpolitik in der GdP: „Wir haben 2018 eine so gute wirtschaftliche Ausgangslage wie schon lange nicht mehr. Entsprechend hoch ist die Erwartungshaltung unserer Kolleginnen und Kollegen.“

 

Kurzübersicht der konkreten Forderungen:

 

  • Erhöhung der Tabellenentgelte um 6,0 Prozent, mindestens um 200 Euro monatlich
  • Erhöhung der Entgelte für Auszubildende und Praktikantinnen/Praktikanten um 100 Euro monatlich
  • Laufzeit 12 Monate
  • Die Ausbildungsbedingungen der bisher nicht tariflich geregelten Ausbildungs- und Praktikumsverhältnisse sollen in Anlehnung an TVAöD bzw. TVPöD tarifiert werden
  • Wiederinkraftsetzung der Regelungen zur Übernahme der Auszubildenden nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung
  • Anhebung des Nachtarbeitszuschlags in Krankenhäusern auf 20 Prozent

 


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